Sonntag 22. März 2026, 21 - 22 Uhr
Montag, 6. April, 16 - 17 Uhr (Wdh.)
Es ist in höchstem Maße verblüffend, wie viele Komponistinnen und Komponisten sich bei ihren Werken vom Gesang der Vögel und dem Geschnatter von anderem Federvieh haben inspirieren lassen: François Couperin, Joseph Haydn, Georg Friedrich Händel, aber auch Alban Berg oder Frederick Delius und viele, viele andere haben es meisterhaft verstanden, den „Stimmen der unendlichen Natur“, wie der Komponist und Ornithologe Olivier Messiaen es in Bezug auf seine auf Vogelstimmen beruhenden Kompositionen formuliert hat, zu lauschen und in ihre Werke einfließen zu lassen. Dabei geht es nicht ums bloße Imitieren von Tönen, sondern vor allem auch um die Interpretation des Gezwitschers und Tirilierens und um seine Einbettung in die Komposition mit dem Ziel, diese „Naturstimmen“ für uns sowohl vertraut als auch neu hörbar zu machen.

François Couperin, Komponist der „Verliebten Nachtigall“, Radierung von Jean-Charles Flipart; Bildquelle Wikipedia.